KOMMUNIKATION

9 »goldene« Feedback-Regeln

Personen im Feedbackgespräch

Feedback-Geben ist nicht nur ein wichtigstes Kommunikations-, sondern vor allem auch ein zentrales Führungsinstrument, z. B. im Sinne einer gezielten Mitarbeiterentwicklung, um den Mitarbeitenden gegenüber eine realistische Einschätzung ihrer Leistung zu vermitteln sowie ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Feedback dient darüber hinaus dazu, …

  • blinde Flecken abzubauen
  • Verhalten zu steuern
  • zielgerichtet zu arbeiten
  • in positiver Form zu ermutigen
  • bei der Fehlersuche zu helfen
  • persönliche Lernprozesse zu fördern
  • die Motivation zu steigern
  • bei der Selbsteinschätzung zu unterstützen
  • die Qualität von Entscheidungen zu bewerten.

Doch wie muss Feedback konkret formuliert werden und worauf gilt es zu achten, damit es wirklich angenommen werden kann bzw. beim Gegenüber »ankommt«? Das zeigen Ihnen die folgenden »goldenen Regeln« für den Feedback-Geber.

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»Goldene« Feedback-Regeln für den Feedback-Geber

1. Vom Empfänger gewollt

Feedback ist am effektivsten, wenn der Empfänger darum gebeten hat. So entstehen eine gemeinsame Vertrauensbasis und ein persönlicher Rahmen. Der Empfänger erhält die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihm besonders am Herzen liegen, und darauf Antworten zu bekommen.

2. Zeitlich abgestimmt

Feedback ist am hilfreichsten, wenn der Empfänger aufnahmebereit dafür ist. Die zu besprechenden Vorgänge sollten daher nur kurze Zeit zurückliegen. Dann haften sie noch frisch im Gedächtnis. Zu spät gegebenes oder über einen langen Zeitraum angesammeltes Feedback verpufft entweder wirkungslos oder kann gegenseitige Beschuldigungen auslösen, die Schaden anrichten.

3. Strukturiertes Feedback

Die Struktur eines gelungenen Feedbacks in vier Schritten:

Schritt 1: Verhalten

  • Welches Verhalten haben Sie in der Situation beobachtet?
  • Beschreiben Sie das beobachtete Verhalten wertneutral und konkret.

Schritt 2: Wirkung

Wie hat dieses Verhalten in der Situation auf Sie gewirkt?

Schritt 3: Wunsch

  • Was hätten Sie sich anders gewünscht?
  • Wie hätte sich der andere verhalten sollten?

Schritt 4: Wirkung in der Zukunft

  • Wie hätte dann das andere Verhalten auf Sie gewirkt?

4. Konkret

Gutes Feedback ist spezifisch und bezieht sich auf bestimmte Ereignisse und Verhaltensweisen. »Um-den-heißen-Brei-Herumreden« oder »allgemeines Blabla« sind sinnlos.

5. Ohne Weiteres in die Tat umsetzbar

Das beste Feedback konzentriert sich auf Verhaltensweisen, die vom Empfänger verändert werden können. Wenig sinnvoll ist ein Feedback, das Dinge betrifft, auf die der Empfänger keinen Einfluss hat. Oft hilft es dem Empfänger, wenn Sie ihm neue Möglichkeiten unterbreiten, wie er in bestimmten Situationen reagieren könnte, damit er alte Probleme mit neuen Methoden angehen kann.

6. Einfühlsam

Wirksames Feedback verlangt vom Geber Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen – es soll der anderen Person helfen, nicht wehtun.

7. Nicht mit Werturteilen durchsetzt

Meistens ist es nicht sinnvoll, Feedback mit Urteilen oder Wertungen zu verbinden. Wenn Sie Urteile abgeben, sollten Sie klar sagen, dass es sich um eine subjektive Einschätzung handelt. Anschließend beschreiben Sie, wie Sie die Situation wahrnehmen und überlassen die Wertung der betreffenden Person.

8. Voll zum Ausdruck kommen

Feedback ist mehr als die Schilderung von bloßen Fakten. Es müssen auch die Gefühle zum Ausdruck kommen, sodass der Empfänger die ganze Wirkung seines Verhaltens einschätzen kann.

9. Kontrolliert

Es ist wichtig, auf das eigene Verhalten zu achten, wenn Sie Feedback geben. So ist gewährleistet, dass die Kommunikation in beide Richtungen verläuft und nicht an der Oberfläche bleibt.


Mehr über Feedback und das Führen von Feedback-Gesprächen erfahren Sie im Seminar Feedback-Kultur

 

 

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